Heute ist der Uhr.

Die Notation

Musik ist in ihrer Theorie einfache Mathematik. Wie habe ich Mathe in der Schule gehasst, aber so ist es nun einfach. Die Mathematik ist aber nicht schwer, denn es geht meist um die Unterteilung von Zeit.

Um das Lesen von Musik einfacher zu gestalten, haben die Entwickler der Noten Unterteilungen vorgesehen, die man Takte nennt. 

Links seht Ihr den Notenwertbaum, der beschreibt was eine Ganze, eine Halbe, eine Viertel und so weiter ist.

In der BodhránFibel habe ich hierzu auch eine Spielanleitung beigefügt, wie man sich dieses Prinzip erarbeiten kann. Andere Musiker*innen machen das mit großen und kleineren Bechern etc... Es geht hier um eine bildliche Verdeutlichung.

In der Zeit einer ganzen Note, kann ich also 8 Achtel-Noten spielen (vierte oder vorletzte Zeile des Baumes)


Kurze Erklärung

Links seht Ihr eine Darstellung der Notation aus der BodhránFibel. Die Notenzeile hat nur drei Linien und zwei sind gestrichelt. das sollte verdeutlichen, dass nicht konkrete Noten der Melodieskala gemeint sind, sondern Naturtöne.

Weiter oben geschriebene Notenköpfe bedeuten, dass höher gespielt wird. Da die Bodhrán auch "Melodien" spielen kann, verzichtet diese Notation auf die Zuordnung von Notenlinien zu bestimmten Arten des Spieles. 

Der Charme dieses Systems ist, dass man auch Teile der Notation nutzen kann, wie z.B. die Zeichen über den Noten, die die Schlagrichtung darstellen.

Je nach Zweck werden auch Rhythmussilben unter den Noten verwendet. Hier meist dargestellt als Buchstaben...


Kleine Vorgeschichte

Als ich mit dem Trommeln angefangen habe, erarbeitete ich mir die Begleitung rein über das Gehör und über Beobachtung anderer Spieler*innen.

Mit der Zeit kam es wie von selbst dazu, dass ich anderen Menschen die Bodhrán nahe brachte. Nun reichte es nicht mehr nur mit Vor- und Nachmachen Rhythmen zu vermitteln. Mehr Menschen, als man mitunter meint, wollen etwas Niergeschriebenes in der Hand halten. Schon alleine, um es später noch nachvollziehen zu können. Natürlich sehr legitim.

So musste ich dann das Aufschreiben von Rhythmen lernen. Zuerst wie bei den frühen Darstellungen von Steafan Hannigan mit Pfeilen und später verfeinert.

Das ist keine Abwertung seiner Notation, denn sie ist in bestimmten Zusammenhängen extrem effektiv. 

Vielmehr wurde mein Interesse geweckt, wie man auch komplexe Rhythmen oder Modulationen abbilden kann.

Auf Trommelfestivals und Unterrichten bei namenhaften Perkussionisten, wie Murat Coşkun, Behnam und Reza Samani, Katharina Dustmann, Michael Metzler, Glen Velez, Hakim Ludin, Andrea Piccioni, Yshai Afterman, Sebastian Flaig, David Kuckhermann, Mel Mercier und wie sie alle heißen... lernte ich viele unterschiedliche Notationen und Techniken kennen.

Das ist schon sehr viel Zeugs... Aus all diesen Ansätzen habe ich nun die vorliegende Notation erarbeitet.

Natürlich entwickelt sich diese Notation immer weiter. Spätestens durch die Nutzung des Notenschreibprogrammes MuseScore 3 wieder einmal mehr..


Legende BodhránFibel

betont abwärts

betont aufwärts

unbetont abwärts

unbetont aufwärts

Flat

Bereich Flat

Pushed

Bereich Pushed

Randschlag

vorigen Takt wiederholen
(Faulenzer)

zwei vorige Takte wiederholen
(Faulenzer)